Prozessbus in der Höchstspannung für die Statnett SF

Übersicht

Die Digitalisierung der Prozessebene bzw. die Implementierung der Prozessbus-Technologie für sogenannte „Digital Substations“ stellt einen der herausforderndsten Paradigmenwechsel sowohl in der Schutztechnik als auch in der Stationsautomatisierung dar. Der Wandel von hartverdrahteten Signalen zu netzwerkbasierter Kommunikation von Messwerten verspricht viele Vorteile, birgt aber ebenfalls wesentliche technologische Hürden, welche gelöst werden müssen. Gemeinsam mit dem norwegischen Transportnetzbetreiber Statnett SF hat sich Sprecher Automation GmbH dieser Herausforderung im Rahmen eines Pilotprojektes gestellt.

 

AUF EINEN BLICK

  • Integration in reales 300 kV Umspannwerk
  • 300 kV Distanzschutz mit Prozessbus
  • Unabhängige Switchgear Control Unit (SCU)
  • Gemischte Konfiguration mit Schutzgeräten von Siemens und ABB auf einem Prozessbus
  • Standard-basierte Zeitsynchronisation mit PTP
  • Netzwerkredundanz via Parallel Redundancy Protocol (PRP)
  • Umfängliches Security-Konzept für vollständig digitalisierte Stationen

 

 

Details

PILOTPROJEKT: 300 kV UMSPANNWERK

Um die Zukunft digitaler Stationsautomatisierung umfangreich bewerten zu können, hat Statnett entschieden ein Pilotprojekt zu realisieren, welches nicht nur die Prozessbustechnologie an sich evaluiert, sondern im  Rahmen eines zweijährigen Probebetriebes sämtliche praktischen Aspekte beginnend bei ökonomischen Gesichtspunkten über Interoperabilität bis hin zu technischer Machbarkeit und Technology Readyness betrachtet. Ziel war es, gemeinsam mit Sprecher Automation innerhalb eines Jahres eine auf Prozessbus und nicht-konventionellen Wandlern basierende Stationsautomatisierung umzusetzen, welche in einem realen 300 kV Umspannwerk, parallel zur existierenden Leit- und Schutztechnik, in Betrieb genommen wird.

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