Netzleitsysteme & Fernwirkgeräte für 60/10 kV Umspannwerke (Sydfyns Elforsyning A/S)

Sydfyns Elforsyning Gebäude bei Nacht
Der neue Kontrollraum mit 2x4 Monitoren und 2 großen Projektionen
Per D. Jensen, SCADA-Techniker von SEF, vor einem der RTUs

Das dänische Energieversorgungsunternehmen Sydfyns Elforsyning A/S (lokales EVU im Süden der Insel Fyn), erneuerte kürzlich sein SCADA-System sowie die Fernwirkgeräte der 60/10 kV Umspannwerke. Sydfyns Elforsyning (SEF) versorgt jährlich ca. 31.000 Kunden mit knapp 245 GWh. Die Zentrale des Unternehmens befindet sich in Svendborg/Dänemark.

Nicht nur die heutige Gesellschaft und das Wirtschaftsleben werden immer schnelllebiger und flexibler, auch unser Lebensraum verändert sich zusehends rascher. Daraus resultiert eine Neuverteilung von Einfamilienhäusern und industriellen Gebäudekomplexen. Ein gleichbleibend hoher Versorgungsstandard und schnelle Reaktionen auf neue Anforderungen stellen große und auch lokale Versorger wie Sydfyns Elforsyning vor neue Herausforderungen.

SEF betreibt neun 60/10 kV-Umspannwerke. Sieben der neun Umspannwerke wurden mit neuen SPRECON-E-C Fernwirk- und Steuergeräten ausgerüstet. Bei den anderen wurde ein kompletter Retrofit mit Neuinstallation von SPRECON-E-P Kombigeräten durchgeführt. Die Kommunikation mit der Leitstelle erfolgt über IEC 60870-5-104. Die lokale Vor-Ort-Bedienung der Betriebsmittel sowie von Anlagenteilen wird mit Sprechers vollgrafischen Bedieneinheiten SPRECON-E-CP durchgeführt.

Außerdem übersiedelte SEF in ein neues Firmengebäude, dies erforderte die Installation einer neuen Leitstelle. Dafür wählte SEF die SCADA-Software SPRECON-V460. Das System besteht aus redundanten Servern, Bedienstationen und kann auch über Internet mit einem Webserver bedient werden. Die Leitstelle wurde mit 8 Monitoren und zwei Projektoren ausgestattet.

Das neue SCADA-System verwaltet zusätzlich auch Ortsnetzstationen (10/0,4 kV). Diese sind derzeit nicht online mit dem System verbunden, die Weichen für eine kommende Smart Grid Lösung sind jedoch bereits gestellt.

Das SEF Netzwerk wird als ein frei navigierbares „Weltbild“ (inkl. Zooming und Panning) dargestellt. Aufgrund der dynamischen Struktur des 10/0,4 kV-Netzwerkes ist es wichtig, dass SEF alle Anpassungen und Anbindungen neuer Umspannwerke selbst durchführen kann. Dazu gehört beispielsweise auch die topologische Einfärbung des Netzbildes. Mit der Unterstützung unseres Systempartners in Dänemark – Hans Følsgaard A/S (Zentrale in Køge, nahe Kopenhagen) – führte SEF daher einen Großteil der Inbetriebnahme selbst durch.

Neben Bedienung und Überwachung werden durch das neue System auch die Anforderungen der Regulierungsbehörde DERA (Danish Energy Regulatory Authority) erfüllt. Fällt die Versorgung der Kunden länger als eine Minute aus, werden vom System automatisch Berichte für die Behörde erstellt.

Beispiel-Ansicht SPRECON-V460: Konfiguration der Station Bregninge
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