Automatisierungstechnik und Gebäudeinstallation für das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Linz

Übersicht

Höchste Sicherheit durch modernste Gebäudetechnik

Das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Linz ist als Schwerpunktkrankenhaus mit Zentralkrankenhausfunktion ein wichtiger Teil der Gesundheitslandschaft in Oberösterreich und speziell im Zentralraum Linz.

Darüber hinaus hat das AKh Linz auf zahlreichen medizinischen Fachgebieten eine Vorreiterrolle übernommen.

Ende 1999 erhielt Sprecher Automation den Auftrag für die gesamte 400/230 V Starkstrominstallation sowie die Gebäudeautomatisierung in Sachen allgemeine Beleuchtung, Notbeleuchtungsanlage und Hubschrauberlandeplatz für den neuerstellten “Bau D”.

Dieser Abschnitt des AKhs gliedert sich in die Bereiche “Abteilung für Lungenheilkunde”, “Abteilung für Neurologie und Psychiatrie” und dem “Institut für Pathologie”.

 

Folgende Leistungen wurden dabei von Sprecher Automation erbracht:

  • Niederspannungshauptverteilung
  • Licht- und Kraftverteiler für den allgemeinen sowie den medizinischen Bereich der Anwendungsgruppe 1 und 2 (ÖVE EN7)
  • Sämtliche Steuer-, Melde- und Überwachungstableaus
  • Errichtung sämtlicher Kabelwege einschließlich der Kabelwege mit integriertem Funktionserhalt E30 und E90
  • Gesamte Beleuchtungsanlage
  • Notbeleuchtungsanlage
  • Potentialausgleich, Erdung, Blitzschutz
  • Außenbeleuchtungsanlage
  • Installation des Hubschrauberlandeplatzes
  • Sämtliche Kabelverlegungs- und Anschlussarbeiten

 

Die Installation einschließlich Planung umfasst dabei:

  • 50 Licht- und Kraftverteiler
  • 19 Steuertableaus
  • ca. 15.000 m Anspeisekabel
  • ca. 15.300 m Kabel mit Funktionserhalt E30/E90
  • ca. 175.000 m Kabel und Leitungen
  • ca. 37.500 m Rohre
  • ca. 1.000 m Alu-Fensterbankkanal
  • ca. 4.000 m Kabeltassen
  • ca. 5.900 Schalter und Steckdosen
  • ca. 3.160 Leuchten

Details

Niederspannungsschaltschrank
Kabelwege und infrastrukturelle Installationen

Stromversorgung

Höchste Sicherheit durch modernste Gebäudetechnik

Stromversorgung

Die Stromversorgung erfolgt aus dem 10kV-Netz der Linz AG über drei Transformatoren mit einer Leistung von je 1000 kVA.

Die niederspannungsseitige Verkabelung von den Trafo-Boxen zu den Einspeisefeldern der Niederspannungs-hauptverteilung (NSHV) erfolgt im Zwischenbodenbereich in kurzschlusssicherer Verlegung.

Damit defekte Sicherungs- bzw. Schaltgeräte ohne Stromabschaltung ausgetauscht werden können, wurde die NSHV in Einschubtechnik ausgeführt. Um die Sicherheit der Stromversorgung insbesondere für lebenserhaltende Massnahmen zu gewährleisten, werden Teile der Beleuchtungsanlage, Steckdosenkreise und alle medizinisch relevanten Geräte über eine unterbrechungslose Notstromanlage versorgt.

Die Leistung für das SV-Notstromaggregat1) beträgt 400 kVA. Für das ZSV-Notstromaggregat2) ist die Leistung auf 150 kVA ausgelegt. Die Versorgung der SV-Notstromanlage erfolgt aus den oben erwähnten Sicherheitsgründen redundant. Die Umschaltung der beiden Einspeisungen wird automatisch vorgenommen, wobei auch eine manuelle Umschalt-möglichkeit besteht.

Alle Etagen- bzw. Unterverteiler werden über das allgemeine Netz bzw. Notnetz versorgt. Die Auswahl der Versorgung wird auch hier über eine Umschaltautomatik geregelt.

Allgemeine Beleuchtung

Allgemeine Beleuchtung

Die Beleuchtungsanlage wurde entsprechend den allgemeinen und den lichttechnischen Anforderungen an die Beleuchtungsstärke sowie den Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel im Laborbereich ausgeführt. Generell wurde dabei der Schwerpunkt auf energiesparende Beleuchtung mit elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) gelegt. Für die Bereiche Endoskopie und Pathologie wurden Reinraumleuchten verwendet. Die Schaltung erfolgt überwiegend über Taster oder Regler vor Ort bzw. übergeordnet über die zentrale Leittechnik.

 

Notbeleuchtungsanlage

Der gesamte Gebäudekomplex wurde mit einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage gemäß ÖVE-EN2 ausgestattet. Die Zentralbatterieanlage besteht aus einer Zentralanlage mit Batterieschrank und vier Unterstationen. Versorgt werden ca. 580 Rettungszeichen und Sicherheitsleuchten in Dauer- und Bereitschaftsschaltung.

Damit Störungen vom Betreiber der Anlage auf einfachste und schnellste Weise behoben werden können, wurde die Anlage wie folgt konzipiert:

  • Einzelleuchtenüberwachung
  • Batteriekreisüberwachung
  • Prüfbuchspeicher
  • Protokollierung mit Drucker
  • Störungsweiterleitung und Alarmierung an die zentrale Leittechnik


Hubschrauberlandeplatz
Durch den Abbruch der alten Lungenstation, dem sogenannten Bau 18 / Bau F, war es notwendig, einen neuen Landeplatz zu errichten. Dieser Hubschrauberlandeplatz wird mit acht Landeflächenscheinwerfern von den Landeplattformkanten zur Mitte hin gleichmäßig ausgeleuchtet.

Ferner wurden am Gebäude der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (OÖGKK) sowie am Bau A und Bau C zusätzliche Hindernisbefeuerungen installiert.

Die Einschaltung der Landeflächenscheinwerfer sowie der Beleuchtung der Verbindungsbrücke zum Bettenlift erfolgt über Funk vom Notarzthubschrauber oder von der Notfallaufnahme im Bau B. Im Notfall kann aber auch vom zugeordneten E-Verteiler geschaltet werden.

Die Hindernisbefeuerung wird mittels Dämmerungsschalter aktiviert.

Das über Jahrzehnte angeeignete Know-how der Ingenieure von Sprecher Automation garantierte eine professionelle Beratung sowie Planung und Abwicklung von Projekten in den Bereichen Infrastrukturanlagen und Gebäudeautomation.

Ob für Energieversorgung wie Hoch-, Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen oder Gebäudeinstallation, Beleuchtung, Brandmeldung, Blitzschutz und Sicherheit - Sprecher liefert und installiert alle erforderlichen Anlagen.

1) SV = Sicherheitsversorgung 2) ZSV = zusätzliche SV

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