Forschungsprojekte in OÖ stärken Sicherheitssektor – Wir sind dabei!

Aufgrund der geopolitischen Entwicklungen wird der Sicherheitsbereich immer mehr zu einem zentralen Innovations- & Wirtschaftsfaktor. „Wir wollen OÖ als führenden Standort im Zukunftsfeld Sicherheit etablieren – zum Schutz der Menschen und als Wachstumstreiber für unsere Wirtschaft“, erklärt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Die Förderausschreibung „Security Technologies & Solutions“ des Landes OÖ ist ein zentraler Baustein der Sicherheits-Allianz OÖ. Gemeinsam mit Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner präsentierte unser Landeshauptmann heute das Ergebnis bei einer Pressekonferenz. Von 32 Projekten wurden 11 von einer internationalen Expertenjury als besonders innovativ ausgewählt. Eines davon ist das Projekt „RAPID“ (Runtime Attestation for Protecting Industrial Devices) von Sprecher Automation.

„Dass Cyber-Angriffe auf die kritische Infrastruktur die Kanonenrohre der Zukunft sind, ist in der sehr konfliktbehafteten Gegenwart bereits längst angekommen“, meint CEO Erwin Raffeiner bei der PK im eigenen Haus. „Das Projekt „RAPID“ trifft daher punktgenau eine überlebenswichtige Zukunftstechnologie. Sprecher freut sich, zusammen mit Partnern der akademischen und industriellen Forschung & Entwicklung, einen wichtigen Impuls zur Erhöhung der Resilienz von kritischen Softwaresystemen zu setzen. Wir können damit über die regulatorischen Rahmenbedingungen wie zB NIS2 bzw. Cyber Resilience Act hinaus, zusätzliche Sicherheitsfeatures bei der eigenen SPRECON-Technologie anbieten.

Der Mehrwert der aus öffentlichen Mitteln bereitgestellten Förderung liegt für CEO Raffeiner auf der Hand: „Durch den künftig möglichen noch höheren Sicherheitsstandard steigt die Versorgungssicherheit aller, da die Gefahr von Black-outs durch Cyberangriffe erheblich reduziert wird. Außerdem steigern Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit und sind daher wichtige Treiber für die nachhaltige Sicherung von lokaler Produktion und sicherheitsrelevantem Know-how in Österreich. Das kommt wieder dem allgemeinen gesellschaftlichen Wohlstand zugute. Letztendlich ist das Innovationsprojekt auch ein Baustein für die notwendige technologische Souveränität Österreichs im Bereich KRITIS.“

Das Projekt ist für Erwin Raffeiner auch ein „Role Model“ für eine der noch nicht beantworteten Fragen der „Industriestrategie Österreich 2035“. Nämlich, wie aus mit Steuergeld geförderten österreichischen Innovationen auch wirklich nachhaltige Wertschöpfung in Österreich entsteht. Nur mit diesem volkswirtschaftlichen Effekt erhält das Ziel der Industriestrategie, bis 2035 unter die Top 10 der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften zu kommen, auch eine realistische Chance.

Zum Projekt RAPID (Runtime Attestation for Protecting Industrial Devices)
Durch die zunehmende Vernetzung und Internetanbindung moderner Anlagen erfolgen Angriffe nicht mehr physisch, sondern digital. Angreifer verlagern ihren Fokus auf die dynamische Manipulation von Systemen während der Laufzeit, da statische Sicherheitsmechanismen immer ausgereifter werden. Angriffe während der Laufzeit sind aber besonders kritisch, da Beweise dafür oft rückstandslos verschwinden.

Darüber hinaus unterliegen unsere Kunden häufig Rahmenbedingungen wie NIS2 und Cyber Resilience Act, in denen gefordert wird, die tatsächliche Sicherheit zu erhöhen, Angriffe aktiv zu erkennen und die Einhaltung von Sicherheitsstandards lückenlos nachzuweisen.

Das Ziel des Projekts ist daher der Schutz von sensiblen Daten und damit die Sicherstellung der zuverlässigen Funktion unserer Energieautomatisierungslösungen, indem unbefugte Zugriffe auf unsere Systeme möglichst verhindert werden. Im Falle eines Angriffs oder beim Auftreten von Anomalien sollen diese frühzeitig erkannt werden und darauf schnellstmöglich reagiert werden.

Im Detail zielt das Projekt darauf ab, Methoden für die dynamische Attestierung (Beglaubigung) von Systemen während der Laufzeit zu erforschen und umzusetzen.

Projektpartner von Sprecher Automation:
Johannes Kepler Universität Linz (Projektleitung), Software Competence Center Hagenberg GmbH, System 7 Railtechnology GmbH, Dynatrace Austria GmbH